Wie funktioniert ein Schuldenerlass?

Ein Schuldenerlass ist nur möglich, wenn hierfür ein entsprechender Vertrag zwischen dem Schuldner und dem Gläubiger aufgesetzt wird. Durch einen solchen sogenannten Erlassvertrag erlischt das Schuldverhältnis im engeren Sinne. Damit das Schuldverhältnis auch im weiteren Sinne erlischt, ist eine beiderseitige Aufhebung des Vertrages notwendig. Hierzu muss ein Aufhebungsvertrag aufgesetzt werden. Voraussetzung für den Schuldenerlass ist, dass Schuldner und Gläubiger sich darüber einig sind. Der alleinige Verzicht durch den Gläubiger bringt das Schuldverhältnis nicht zum Erlöschen. Weiterlesen →

Gibt es ein kostengünstiges Insolvenzverfahren für Staaten?

Die gegenwärtige Schuldenkrise, die praktisch die gesamte Welt, nicht nur die Länder der Eurozone, in Atem hält, ist ohne Beispiel in der Geschichte. Es passierte zwar in der Vergangenheit immer wieder, dass Staaten untergingen und von der Landkarte verschwanden, das geschah aber meist als Ergebnis eines Krieges oder manchmal auch durch eine Naturkatastrophe oder ein anderes dramatisches Ereignis. Dass ein Staat Insolvenz anmeldet, hat es noch nie gegeben. Derartige Vorgänge ereigneten sich bisher nur bei Firmen und Privatunternehmen. Weiterlesen →

Retten immer neue Schulden Europa vor dem Kollaps?

Immer dramatischer und lauter werden die Warnungen vor einem Kollaps der Eurozone angesichts der Schuldenkrise. Auch die wirtschaftlich gut situierten Länder wie Deutschland geraten unter immer stärkeren Druck, denn das Land ist zu Europas unentbehrlicher Nation geworden. Es ist bereits von einer Bedrohung apokalyptischen Ausmaßes die Rede. Die Industrieländerorganisation OECD erwartet katastrophale Resultate für die Weltwirtschaft.

Die Krise eskaliert im pessimistischsten OECD-Szenario. Sie droht, gut entwickelte Volkswirtschaften in eine schwere Rezession zu reißen. Somit würde der Welthandel kollabieren. Es ist möglich, dass die Wirtschaftsleistungen in der Eurozone in den Jahren 2012 und 2013 um 1,9 und 2,3 Prozent schrumpfen. Inzwischen sind die Bonitätsbewertungen aller Staaten Europas erheblich bedroht. Doch nicht nur Europa, sondern auch Japan und die USA drohen in die Rezession zu rutschen. China müsste mit einem deutlich schwächeren Wachstum rechnen. Dieser Umstand würde sich wiederum negativ auf Europa auswirken. Um eine solche Kettenreaktion zu vermeiden, sind deutliche Zeichen der Politik gefragt. Zudem ist jedes europäische Land angehalten, verantwortungsvoll und fehlerfrei zu wirtschaften. Weiterlesen →

Chancen und Risiken des Euro-Rettungsschirms

Der Euro-Rettungsschirm beschreibt ein Maßnahmenpaket innerhalb der Eurozone, das dazu führen soll, finanzielle Stabilität im gesamten Euroraum zu gewährleisten. Die bekannteste Maßnahme des Rettungsschirms ist der Europäische Finanzstabilisierungsmechanismus, der aus der Europäischen Verordnung 407/2010 und der Europäischen Finanzstabilisierungsfazilität besteht. Diesen beiden Maßnahmen zufolge können Kredite jedem notleidenden Land aus der Eurozone gewährt werden. Der Bürgschaftsrahmen der EU-Staaten liegt bei bis zu 440 Milliarden Euro. Weiterlesen →

Occupy-Protestbewegung schwappt nach Europa über

Im September dieses Jahres nahm die “Occupy Wall Street” in New York ihren Lauf. Hierbei handelte es sich um eine Protestaktion gegen den Kapitalismus, die Geldgier und die Globalisierung. Das Ausmaß der Wut auf Politiker, Banken und Finanzexperten war schnell sichtbar. Die Jugend Amerikas ging auf die Straße. Auch bei den weiblichen Bewohnern Amerikas war eine große Wut zu spüren. Sie demonstrierten nicht nur gegen die Notenbanken, sondern setzten sich auf diesem Wege ebenfalls für mehr Gerechtigkeit ein. In New York stieß die Polizei an ihre Grenzen. Mit Zwangsräumungen versuchten sie, die Demonstranten einzuschüchtern. Weiterlesen →

Gefährdet Griechenlands und Italiens Schuldenkrise den Euro?

Die Schuldenkrise nahm ihren Anfang mit Griechenland. Im letzten Sommer wurde es offenbar, dass Griechenland praktisch vor dem Staatsbankrott stand und dringend frisches Geld brauchte, um seine Verpflichtungen bedienen und die notwendigen Ausgaben weiter bestreiten zu können. Darum wandte sich die griechische Regierung Hilfe suchend an die Europäische Union. Nach langen Beratungen stimmte die EU zu, mit finanziellen Mitteln zu helfen, da sich Griechenland auf dem offenen Kapitalmarkt wegen seiner schlechten Bonität Geld gar nicht oder nur noch gegen extrem hohe Zinsen leihen konnte. Die EU half, jedoch nur unter der Bedingung, dass Griechenland strenge Sparmaßnahmen in Kraft setzt, die bis heute noch nicht voll verwirklicht sind. Weiterlesen →

Die Troika – eine Versicherung für den Euro?

Seit Anfang Oktober ist die Troika wieder mit Kontrollen in Griechenland beschäftigt. Man will feststellen, wie es um die Sparpläne des verschuldeten Landes steht und ob bereits die ersten Reformen greifen, denn nur dann will die EU auch weiter Gelder nach Athen fließen lassen. In Griechenland ist aber fast jeder Vierte arbeitslos und wenn keine Steuern eingenommen werden, sind auch die Sparpotenziale begrenzt. Die Troika will aber trotzdem Ergebnisse sehen und die Kontrolleure haben schließlich auch den Auftrag, die Gelder der EU nicht sinnlos verpuffen zu lassen. Welche Aufgaben die Troika hat und was von ihren Entscheidungen abhängt, wissen aber nur wenige. Die Experten müssen nicht nur kontrollieren und berichten, sie müssen auch praktische Hilfe vor Ort leisten und zudem genau abwägen, was sie wem erzählen, denn die ganze Welt blickt alle drei Monate auf die Troika. Weiterlesen →

Die Geldanlage Tagesgeld – das sollte man wissen

Die moderne Konkurrenz des Sparbuchs kennen inzwischen viele, doch der Begriff Tagesgeld birgt für die meisten Verbraucher noch unverständliches Fachjargon, das eine optimale Entscheidung erschwert. Ohne ein wenig Grundwissen manövrieren sich vor allem junge Anleger schnell in Verträge, die nicht wirklich vorteilhaft sind und wer über das notwendige Wissen verfügt, kann sein Vermögen ohne großen Aufwand optimal anlegen. Hier wollen wir die Grundbegriffe zum Thema Tagesgeld aufgreifen und sie erläutern. Weiterlesen →

Alles zur Erbschaftssteuererklärung

Vier Vorgänge unterliegen der Erbschaftssteuer: Erbe von Todes wegen, Schenkungen, welche auch zu Lebzeiten getätigt werden können, Zweckzuwendungen und Vermögen von Stiftungen und Vereinen in bestimmten Fällen. Bis mindestens ein Monat nach dem Ereignis muss die Erbschaftssteuererklärung beim zuständigen Finanzamt eingereicht werden. Diese Erklärung auszufüllen ist kompliziert und es ist empfehlenswert, juristischen Beistand zu suchen. Die Höhe der Steuer ist abhängig von verschiedenen Faktoren: Verwandtschaftsgrad zum Verstorbenen, sowie Art und Wert der Hinterlassenschaft und andere. Das und mehr zur Erbschaftssteuererklärung ist im Erbschaftssteuer- und Schenkungssteuergesetz von Deutschland verankert und kann dort nachgelesen werden. Weiterlesen →

Wann erfolgt die Erbschaftsteuer-Zahlung?

Das Erbschaftssteuer- und Schenkungssteuergesetz ist die juristische Grundlage in Deutschland, nach dem von Erben eine Steuer auf das erhaltene Vermögen erhoben werden kann, sollten die Freibeträge überschritten werden. Für Erben, bei denen dies der Fall ist, muss eine Erbschaftssteuer Zahlung an das Finanzamt geleistet werden. Um die Höhe der Zahlung zu klären, muss der Erbanteil und die Verwandtschaftsbeziehung des Erben zum Verstorbenen ermittelt werden.

Um den Erbanteil zu ermitteln wird als erstes einmal das gesamte Erbe festgestellt. Da es sich meist um Bar- und Sachwerte handelt, müssen Letztere bewertet werden, um eine Gesamtsumme zu erhalten. Danach wird ermittelt, wie hoch der jeweilige Erbanteil ist und ob eine Steuer, nach Abzug der Freibeträge, anfällt. Die Einteilung der Erben erfolgt in drei verschiedene Gruppen, woraus dann auch die unterschiedlichen Freibeträge und Steuersätze resultieren. In der ersten Gruppe werden die engsten Familienangehörigen, wie Ehepartner oder eingetragene Lebenspartner, Eltern, Kinder und Stiefkinder, Großeltern und Enkel zusammengefasst. Die zweite Gruppe beinhaltet Geschwister, Neffen und Nichten, Schwiegereltern und -kinder sowie geschiedene Ehepartner. Alle übrigen Personen werden der dritten Gruppe zugerechnet. Falls nach Abzug des Freibetrages vom Erbanteil eine Differenz überbleibt und somit eine Steuer anfällt wird der Steuersatz, abhängig vom Verwandtschaftsverhältnis und der Höhe des Erbes, festgesetzt. Dabei gilt: Je größer der Erbanteil und je größer die verwandtschaftliche Entfernung ist, desto mehr Steuern müssen gezahlt werden. Weiterlesen →