Fachwissen für Modellbauer: verschiedene Karosserien je nach Autos

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Der Modellbau, darunter vor allem der RC-Automodellbau, hat sich mittlerweile zu einer sinnvollen Freizeitbeschäftigung etabliert. Er beinhaltet nicht nur den eigentlichen Bau, sondern auch den geschickten Umgang mit der Funkfernsteuerung, also das richtige Fahren der Modellautos auf einer Art Rennstrecke. Der Modellbau ist nicht nur ein Zeitvertreib, sondern man kann seine Fähigkeiten weiter ausbauen und lernt bei Treffen und Wettkämpfen andere Menschen mit ähnlichen Interessen kennen. Man tauscht Erfahrungen aus. Im Grunde ist der Modellbau der Spaß am Basteln und Werken, und der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Verschiedene Karosserien für Modellautos

Sowohl im Fachhandel als auch im Internet werden Modellbau Karosserien für die verschiedensten Fabrikate und Modelle angeboten. Diese Karosserien bestehen zumeist aus glasfaserverstärktem Polyester, welches vom Gewicht her sehr leicht, von der Stabilität her jedoch außerordentlich robust ist. Es kommen aber auch Thermoplaste (Lexan), welche tiefgezogen werden können, zur Anwendung. Zudem lassen sich diese Werkstoffe mit einfachen Werkzeugen leicht bearbeiten – ein Pluspunkt für jeden Modellbauer. Karosserien aus Polyester oder Thermoplast lassen sich darüber hinaus recht preiswert herstellen. Die Karosserien werden entweder als Rohling, also unlackiert, oder auch mit entsprechender Farbgebung geliefert. Zubehör wie Klammern oder Spoiler gehören in der Regel nicht zum Lieferumfang und müssen daher separat bestellt werden.

Der Karosserie-Rohling für den kreativen Modellbauer

Eine bereits komplett lackierte Karosse im Rallye-Design sieht toll aus, ist aber dafür nicht immer so preisgünstig zu haben. Eine gute Alternative bieten die unlackierten Lexan-Karosserien, welche es für nahezu alle Automodelle günstig zu kaufen gibt. Diese Karosserien aus glasklarem Lexan sind lediglich vorgefertigt; man kann diese nach eigenen Vorstellungen lackieren und mit Startnummern, Logos von Sponsoren oder Rallye-Streifen dekorieren. Die richtigen Farben und auch die passenden Aufkleber werden ebenfalls angeboten. Vorlagen und Anregungen für eigene Kreationen finden sich in vielen Modellbauzeitschriften. Mitunter lohnt es sich auch, einen Blick in ein bekanntes Motorsport-Magazin zu werfen. Neben der üblichen Farbspritz-Technik setzt sich das Airbrush-Verfahren immer mehr durch, da es sehr beeindruckende Effekte liefert.

Bei der Lackierung einer Lexan-Karosserie sind einige Dinge zu beachten. Der neue Rohling ist von innen mit warmem Wasser und einem weichen Schwamm auszuwischen. Dabei darf die Schutzfolie an der Außenseite nicht beschädigt werden. Lexan-Rohlinge können sich bei Temperaturen oberhalb Handwärme verformen, weshalb zur Reinigung nur lauwarmes Wasser benutzt werden darf. Die Lackierung selbst wird auf der Innenseite der Karosserie aufgebracht und erfordert einiges an Fingerspitzengefühl und eine ruhige Hand. Streichen mit dem Pinsel ist zu vermeiden, es kommen ausschließlich Sprühlacke aus der Dose zum Einsatz. Die Dosen sind unmittelbar vor Gebrauch auf ca. 25 °C zu erwärmen und anschließend zu schütteln, um einen gleichmäßigen Farbauftrag zu erzielen. Sollen mehrere Farben aufgebracht werden, sind die entsprechenden Partien mit Tesafilmband abzudecken, wobei als Erstes die dunklen Farben aufzutragen sind. Bis zu drei Farbschichten sind möglich.

Ist die Lackierung fertig, folgt nach einer Trocknungszeit von 48 Stunden die Nachbearbeitung. Jetzt können die erforderlichen Bohrungen eingebracht werden, wobei sich exaktes Messen im Nachhinein auszahlt. Im Anschluss daran wird mit einem scharfen Cuttermesser und eventuell einer Schere überstehendes Rohmaterial vorsichtig entfernt. Erst jetzt darf die äußere Schutzfolie vorsichtig abgezogen werden. Das Ergebnis der mühseligen Arbeit wird nun sichtbar. Die fertige Karosserie ist zur Reinigung von außen nur mit einem weichen Tuch abzuwischen, da sonst Kratzer entstehen.

Die Karosserie und das passende Zubehör

Mit der Karosserie ist es oft noch lange nicht getan. Erst ein Bug- oder Heckspoiler sowie eine Rennfahrerfigur bei offenen Fahrzeugen machen das Modellauto richtig komplett. Dieses Zubehör findet sich ebenfalls in den einschlägigen Shops oder vermag mit ein bisschen handwerklichem Geschick selbst hergestellt zu werden. Dank einer weitestgehenden Normung lassen sich verschiedene Karosserien auf ein Fahrgestell montieren. Die Montage selbst erfolgt mittels Karosserieklammern und ist in wenigen Minuten erledigt. Jetzt steht dem Fahrspaß nichts mehr im Wege.

Geschrieben von Felix

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