Berichte der Wirtschaftsweisen in Deutschland

Seit 1963 gibt es die fünf Wirtschaftsweisen, die sich jährlich ein unabhängiges Urteil über die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland machen. Anfang November 2011 legte dieser Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung sein Jahresgutachten vor. Darin nennt der Rat auch Zahlen zum zu erwartenden Wachstum. Für das Jahr 2012 werden hier 0,9 Prozent Wachstum genannt, was deutlich weniger ist als die Bundesregierung erwartet hatte, da dieses Jahr 3 Prozent erreicht wurden. Da die Eurokrise noch nicht überwunden ist, könnte das Wachstum sogar noch auf 0,4 Prozent sinken und wenn dadurch der internationale Handel zurückgeht, wird auch das Bruttoinlandsprodukt sinken. Daher raten die Experten zur Eile und wünschen sich deutliche Impulse.
Die Lage auf dem Arbeitsmarkt wird sich aber nach Ansicht der Wirtschaftsweisen weiter verbessern
Zudem soll die Arbeitslosigkeit im kommenden Jahr leicht sinken. Die günstigen Finanzierungsbedingen sprechen für eine solche Entwicklung und auch das geringe Finanzierungsdefizit im Vergleich mit anderen Ländern spricht, so die Wirtschaftsweisen, weiterhin für eine positive Entwicklung des Arbeitsmarktes. Gleichzeitig sehen sie Austritte aus der Währungsunion nicht als Lösung für das Euro-Problem und verlangen einen langfristigen Ordnungsrahmen für den gesamten Euro-Raum. Systemrelevanten Finanzinstituten sollten klare Grenzen gesetzt und geringere Spielräume gestattet werden und solange dies nicht geregelt ist, sehen die Wirtschaftsweisen das europäische Bankensystem weiterhin in Gefahr.
Bei der Energiepolitik sieht der Rat eine positive Entwicklung, die es weiter zu verfolgen gilt und notwendige wirtschaftspolitische Entscheidungen sollten hier nach ihrer Meinung zeitnah gefällt werden. Insgesamt sieht der Rat also durchaus gute Möglichkeiten für eine gesunde Entwicklung. Die kostenlose Prepaid-Kreditkarte für alle ist zwar kein Vorschlag der Wirtschaftsweisen, doch wer nur ausgibt, was bereits angespart wurde, muss sich um seine Finanzen auch langfristig keine Sorgen machen.




